Komitees

Innerhalb der ADO wurden mehrere Komitees gebildet. Ihre Aufgabe ist es, sich mit einzelnen Themen besonders intensiv zu beschäftigen. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen zu den Zielsetzungen und über die Mitglieder der genannten Komitees.

Das im Dezember 2007 gegründete Komitee hat sich zum Ziel gesetzt, den Aufbau und die Durchführung der supportiven/palliativen Versorgung dermatoonkologischer Patienten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu fördern. Unsere Bemühungen richten sich auf eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung von Patienten mit allen Formen des Hautkrebses, um den Betroffenen und ihren Angehörigen eine Verbesserung der Lebensqualität in allen Stadien der Erkrankung zu ermöglichen.

Primär kutane Lymphome sind seltene hämatologische Neoplasien der Haut mit biologisch sehr heterogenen Subtypen. Insbesondere bedingt durch die geringe Inzidenz kutaner Lymphome ist die Zusammenführung klinischer und histopathologischer Patientendaten aus den einzelnen Behandlungszentren von erheblicher Bedeutung. Die ADO verfolgt mit dem Komitee Kutane Lymphome das Ziel einer vielschichtigen Vernetzung der aktiven Behandlungszentren von Deutschland, Österreich und der Schweiz hinsichtlich histopathologischer Diagnostik kutaner Lymphome, klinischer und epidemiologischer Forschung und auch zur Adressierung grundlagenwissenschaftlicher Fragestellungen.

Eine Vernetzung in weiteren nationalen klinischen Forschungsverbünden mit entsprechend interdisziplinärer Ausrichtung (Hämatologie/Onkologie, Pathologie) legt den Grundstein für eine optimierte Diagnostik und Versorgung solch seltener onkologischer Entitäten.

Die erhöhte Sichtbarkeit der deutschsprachigen Forschung auf dem Gebiet der Kutanen Lymphome stärkt die Position der AG Kutane Lymphome der ADO auch in internationalen Forschungsnetzwerken und wissenschaftlichen Kooperationen.

Das Komitee "Hautkrebszentren" befasst sich mit dem Zertifizierungsprozess der Haut­krebszentren im Rahmen der DKG-Zertifizierung.

Das Komitee "Klinische Studien" hat sich zum Ziel gesetzt, die klinischen Studien der ADO zu den verschiedenen Arten von Hautkrebs zu koordinieren.

Das Komitee "Fortbildungen / Nachwuchsförderung" hat sich zum Ziel gesetzt, die von Mitgliedern der ADO organisierten Fortbildungen zur Dermatoonkologie zu koordinieren.

Wenn Sie gerne in der AG mitarbeiten möchten, so können Sie sich gerne an die Sprecher der Arbeitsgruppe wenden.

Strukturschwache Regionen bedürfen einer intensiven Unterstützung bei der Versorgung von Hauttumorpatienten. Das Komitee hat sich zum Ziel gesetzt, durch unterschiedlichste Projekte die Vernetzung von Gesundheitsdienstleistern und damit die Behandlung und Nachsorge von Hauttumorpatienten zu stärken. Eine engere Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten der Dermatologie, Onkologie und Psychoonkologie etc. und damit einhergehend die Relevanz, Patienteninformationen schnellstmöglich, vollständig und sicher verfügbar zu machen, wird gefordert, um die Versorgungsqualität von Hauttumorpatienten zu steigern. Telemedizinische Anwendungen (z.B. Apps) können dabei hilfreiche Unterstützungstools sein. Ebenfalls ist es von hoher Bedeutung, die palliativmedizinische Versorgung im ambulanten Setting zu stärken. Die Schulung von Pflegekräften zur Versorgung von Tumorpatienten sowie die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin bei Dermatoonkologen werden dabei angestrebt.

Unsere Arbeit hat grundsätzlich einen dualen Charakter, Ideengeber für die Erstellung klinischer Studien mit translationalem Kontext und Exekutive bei der experimentellen Realisierung translational-molekularer Fragenstellungen. Die zugrunde liegende Philosophie ist hierbei eine starke Vernetzung nationaler und internationaler Gruppen aus den Bereichen molekulare und klinische Dermatoonkologie.
Wenn Sie gerne in der AG mitarbeiten möchten, so können Sie sich gerne an die Sprecher der Arbeitsgruppe wenden.

Patienten müssen bei praktisch allen medikamentösen Tumortherapien auch Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Insbesondere die neuen Therapien mit Immuncheckpointblockern verursachen Nebenwirkungen, die ein rasches und strukturiertes Nebenwirkungsmanagement brauchen. Daneben ist bislang wenig bekannt, zur Prädisposition von Patienten für bestimmte Nebenwirkungen und deren pathogenetischem Mechanismus. Vor diesem Hintergrund hat das Komitee folgende Ziele:

  • Besseres Verständnis der Epidemiologie, Pathogenese und Therapie der verschiedenen Nebenwirkungen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit je nach Nebenwirkung mit den jeweiligen Organ-Medizinern
  • Informationen von Patienten und medizinischen Fachleuten über die verschiedenen insbesondere auch kutanen Nebenwirkungen und Benennung von Ansprechpartnern, die im Management Erfahrung haben

Epithelialer (auch „Heller“) Hautkrebs ist derzeit die häufigste, maligne Neubildung in der hellhäutigen Bevölkerung. In den letzten vier Jahrzehnten ist Neuerkrankungsrate an epithelialen, nichtmelanozytären Hauttumoren, hauptsächlich Basalzellkarzinomen (BCC) und Plattenepithelkarzinomen (PEK), stetig angestiegen und ist heute die häufigste Krebsart des Menschen überhaupt.

Wesentlicher Risikofaktor für die Entstehung epithelialer Hauttumoren ist die ultraviolette Strahlung (UVB und UVA), die als Karzinogen der Gefahrenklasse I so auch von der WHO gelistet ist. Auch chemische Karzinogene, ionisierende Strahlen, chronische Wunden und persistierende Entzündungsreaktionen der Haut sowie Humane Papillomaviren können in der Hautkrebsentstehung eine wichtige Rolle spielen.

Ein besonderes Risiko epitheliale Hautkrebserkrankungen zu entwickeln besteht für Personen mit einer hohen Lebenszeit-UV-Strahlungsdosis (Outdoor-Berufe, überdurchschnittliche Sonnenexposition in der Freizeit oder längerfristigem Aufenthalt in Gegenden mit dauerhaft hohem UV-Index) sowie bei angeborenen bzw. erworbene Störungen der Immunüberwachung (Organtransplantierte und Erkrankungen iatrogener medikamentöser Immunsuppression, Chronisch Lymphatische Leukämie, AIDS). Auch angeborene, genetisch determinierte Tumorsyndrome (Xeroderma pigmentosum, Basalzellnaevussyndrom u.a.) können mit einem vermehrten Auftreten epithelialer Hauttumore assoziiert sein.

Die Aufgaben unseres Komitees besteht in der Verbesserung der dermatoonkologischen Versorgungslage, der Erforschung individueller Risikofaktoren und pathophysiologischer Zusammenhänge, der Entwicklung neuer präventiver und therapeutischer Ansätze für epitheliale Hauttumoren sowie in der interdisziplinären Aus- und Weiterbildung.  

Das Komitte "Merkellzellkarzinom" befasst sich mit der Epidemiologie und Versorgungsforschung, klinischen Studien, Translationaler Forschung, Leitlinienentwicklung und dem internationalen Austausch rund um das "Merkellzellkarzinom"

Das Komitee beschäftigt sich mit den okulären Melanomen und ist im Februar 2019 gestartet. Es ist zuständig für die Vernetzung der Zentren mit okulären Melanompatienten, aktuell ist bereits eine Umfrage an 70 Hautkrebszentren erfolgt und die Auswertung von Patienten ist über das ADOREG beantragt und genehmigt worden. Es wird der Vergleich und die Bewertung der aktuellen Leitlinienlandschaft nach AGREE betrachtet.

Das Komitee befasst sich mit der gemeinsamen Erstellung und regelmäßigen Aktualisierung von S1-Leitlinien zu einzelnen Entitäten aus der Gruppe kutaner Sarkome und seltener Hauttumore. Es gibt eine gemeinsame Planung und Durchführung von klinischen und translationalen Projekten zu kutanen Sarkomen und seltenen Tumorentitäten.