Komitees

Innerhalb der ADO wurden mehrere Komitees gebildet. Ihre Aufgabe ist es, sich mit einzelnen Themen besonders intensiv zu beschäftigen. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie Informationen zu den Zielsetzungen und über die Mitglieder der genannten Komitees.

Die Kernaufgabe des 2010 gegründete Komitees besteht in der Prävention und Therapie von Hauterkrankungen, besonders Hauttumoren, bei organtransplantierten und analog immumsupprimierten Patientengruppen. Durch eine interdisziplinäre Vernetzung mit transplant-chirurgischen und –internistischen Kliniken wird eine dezentrale, flächendeckende, dermato-onkologisch qualifizierte Versorgungsstruktur für Immunsupprimierte angeboten.

Das im Dezember 2007 gegründete Komitee hat sich zum Ziel gesetzt, den Aufbau und die Durchführung der supportiven/palliativen Versorgung dermatoonkologischer Patienten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu fördern. Unsere Bemühungen richten sich auf eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung von Patienten mit allen Formen des Hautkrebses, um den Betroffenen und ihren Angehörigen eine Verbesserung der Lebensqualität in allen Stadien der Erkrankung zu ermöglichen.

Das Komitee Kutane Lymphome hat das Ziel, die wissenschaftlichen und klinischen Aktivitäten auf diesem Gebiet zu bündeln und zu fokussieren, um die starke Rolle der deutschsprachigen Dermatologie national und international  weiter zu stärken.

Das Komitee "Hautkrebszentren" befasst sich mit dem Zertifizierungsprozess der Haut­krebszentren im Rahmen der DKG-Zertifizierung.

Das Komitee "Klinische Studien" hat sich zum Ziel gesetzt, die klinischen Studien der ADO zu den verschiedenen Arten von Hautkrebs zu koordinieren.

Das Komitee "Fortbildungen / Nachwuchsförderung" hat sich zum Ziel gesetzt, die von Mitgliedern der ADO organisierten Fortbildungen zur Dermatoonkologie zu koordinieren.

Wenn Sie gerne in der AG mitarbeiten möchten, so können Sie sich gerne an die Sprecher der Arbeitsgruppe wenden.

Strukturschwache Regionen bedürfen einer intensiven Unterstützung bei der Versorgung von Hauttumorpatienten. Das Komitee hat sich zum Ziel gesetzt, durch unterschiedlichste Projekte die Vernetzung von Gesundheitsdienstleistern und damit die Behandlung und Nachsorge von Hauttumorpatienten zu stärken. Eine engere Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten der Dermatologie, Onkologie und Psychoonkologie etc. und damit einhergehend die Relevanz, Patienteninformationen schnellstmöglich, vollständig und sicher verfügbar zu machen, wird gefordert, um die Versorgungsqualität von Hauttumorpatienten zu steigern. Telemedizinische Anwendungen (z.B. Apps) können dabei hilfreiche Unterstützungstools sein. Ebenfalls ist es von hoher Bedeutung, die palliativmedizinische Versorgung im ambulanten Setting zu stärken. Die Schulung von Pflegekräften zur Versorgung von Tumorpatienten sowie die Zusatzbezeichnung Palliativmedizin bei Dermatoonkologen werden dabei angestrebt.

Unsere Arbeit hat grundsätzlich einen dualen Charakter, Ideengeber für die Erstellung klinischer Studien mit translationalem Kontext und Exekutive bei der experimentellen Realisierung translational-molekularer Fragenstellungen. Die zugrunde liegende Philosophie ist hierbei eine starke Vernetzung nationaler und internationaler Gruppen aus den Bereichen molekulare und klinische Dermatoonkologie.
Wenn Sie gerne in der AG mitarbeiten möchten, so können Sie sich gerne an die Sprecher der Arbeitsgruppe wenden.

Patienten müssen bei praktisch allen medikamentösen Tumortherapien auch Nebenwirkungen in Kauf nehmen. Insbesondere die neuen Therapien mit Immuncheckpointblockern verursachen Nebenwirkungen, die ein rasches und strukturiertes Nebenwirkungsmanagement brauchen. Daneben ist bislang wenig bekannt, zur Prädisposition von Patienten für bestimmte Nebenwirkungen und deren pathogenetischem Mechanismus. Vor diesem Hintergrund hat das Komitee folgende Ziele:

  • Besseres Verständnis der Epidemiologie, Pathogenese und Therapie der verschiedenen Nebenwirkungen
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit je nach Nebenwirkung mit den jeweiligen Organ-Medizinern
  • Informationen von Patienten und medizinischen Fachleuten über die verschiedenen insbesondere auch kutanen Nebenwirkungen und Benennung von Ansprechpartnern, die im Management Erfahrung haben

Epithelialer Hautkrebs ist derzeit die häufigste bösartige Neubildung in der hellhäutigen Bevölkerung. In den letzten vier Jahrzehnten ist der epitheliale, nichtmelanozytäre -Hautkrebs, der hauptsächlich aus Basalzellkarzinom (BCC) und Plattenepithelkarzinom (SCC) besteht, dramatisch angestiegen. Zur Veranschaulichung dieses Phänomens wurde der Begriff "Hautkrebsepidemie" geprägt. Heute ist der epitheliale Hautkrebs der häufigste Krebs überhaupt. Mit steigendem Alter sowie mit der Zunahme der UV-Exposition steigt das Risiko an epithelialem Hautkrebs (im Volksmund auch heller Hautkrebs) zu erkranken. Im frühen Stadium sind diese Hautkrebsarten in der Regel heilbar. Dennoch besteht für einige Patienten unter besonderen Umständen ein erhöhtes Risiko der Metastasierung. Fortgeschrittene Tumoren, insbesondere das Plattenepithelkarzinom, haben jedoch eine schlechte Prognose.
Die Arbeit des Komitees "Epithelialer Hautkrebs" zielt daher darauf ab, die Versorgung von Patienten mit epithelialen Hauttumoren und deren Vorstufen zu verbessern.

Das Komitte "Merkellzellkarzinom" befasst sich mit der Epidemiologie und Versorgungsforschung, klinischen Studien, Translationaler Forschung, Leitlinienentwicklung und dem internationalen Austausch rund um das "Merkellzellkarzinom"

Das Komitee beschäftigt sich mit den okulären Melanomen und ist im Februar 2019 gestartet. Es ist zuständig für die Vernetzung der Zentren mit okulären Melanompatienten, aktuell ist bereits eine Umfrage an 70 Hautkrebszentren erfolgt und die Auswertung von Patienten ist über das ADOREG beantragt und genehmigt worden. Es wird der Vergleich und die Bewertung der aktuellen Leitlinienlandschaft nach AGREE betrachtet.

Das Komitee befasst sich mit der gemeinsamen Erstellung und regelmäßigen Aktualisierung von S1-Leitlinien zu einzelnen Entitäten aus der Gruppe kutaner Sarkome und seltener Hauttumore. Es gibt eine gemeinsame Planung und Durchführung von klinischen und translationalen Projekten zu kutanen Sarkomen und seltenen Tumorentitäten.